Heilpflanzenarchiv

Der Sternanis - Illicium verum

Sternanis ist in der Weihnachtszeit beliebt und bekannt. In der Weihnachtsbäckerei wird er als Gewürz eingesetzt. Sein Geschmack und Duft ähnelt dem Anis. 

Woher kommt der Name?
Sternanis stammt von einem in Südchina heimischen, immergrünen Baum. In der sternförmigen Frucht sitzen die Samen, die als Gewürz genutzt werden. Im 16. Jahrhundert gelangte der Sternanis nach Europa. Seinen Namen verdankt das Gewürz seinem Aussehen und seinem Geschmack.
 
Wie wird Sternanis verwendet?
Sternanis spielt eine große Rolle in der Küche Chinas als Gewürz zu Schweinefleisch, Ente und Gans. In Europa wurde Sternanis in Gebäck (Pfefferkuchen), Süßspeisen und Getränken (Glühwein) verwendet. Häufig wird aus Sternanis Anisöl hergestellt und in der Lebensmittelindustrie eingesetzt zur Aromatisierung von Speisen und Getränken.
Die Verwendung als Arzneimittel kommt eher selten vor. Interessant ist, dass ein Wirkstoff des Sternanis, die Shikimisäure, Ausgangsbasis für die Entwicklung des Grippemittels Tamiflu war.
 
Wo kann der Sternanis helfen?
Das ätherische Öl des Sternanis ähnelt dem des Anis sehr. Deshalb wird es wie Anis bei Erkältungskrankheiten und bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Das Kauen der Samen nach der Mahlzeit fördert die Verdauung und bekämpft Mundgeruch.
 
Worauf ist unbedingt zu achten?
Die Verwendung als Gewürz ist unbedenklich. Die Einnahme von größeren Mengen oder regelmäßig über längere Zeit wird wegen dem Gehalt an Methyleugenol insbesondere Kindern und Schwangeren nicht empfohlen (dies betrifft übrigens auch Basilikum, Muskatnuss, Piment und viele andere).
Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
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