Heilpflanzenarchiv

Das Johanniskraut - Hypericum perforatum L.

Aus. Ende. Nichts geht mehr. Kennen Sie das Gefühl? Jeder kann im Lauf des Lebens an so einen Punkt kommen. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen und bringen Sie aus dem Gleichgewicht, z. B. der Herbst/Winter mit mangelndem Licht, Stress, belastende Situationen, länger andauernde Schmerzen, Schlafprobleme.
Seit langer Zeit wird Johanniskraut in solchen Situationen eingesetzt. Im Mittelalter beschrieb Paracelsus Johanniskraut als starkes Mittel gegen "die melancholischen Gedanken". In den leuchtend gelben Blüten sahen die Menschen die eingefangene Kraft der Sonne.
 
Wo kann Johanniskraut helfen?
Die besonderen Wirkstoffe in Johanniskraut erhöhen die Konzentration der Neurotransmitter, der Glücksbotenstoffe im Gehirn. Auf diese Weise bessert Johanniskraut die Stimmung und erhöht die emotionale Belastbarkeit.
Johanniskraut hilft den Teufelskreis von Stress, gedrückter Stimmung und Schmerzen zu durchbrechen. Denn auch Nervosität, Schlafstörungen und psychovegetative Symptome (körperliche und nervöse Beschwerden ohne organische Ursache, z. B. Gereiztheit, Magen-, Kopf- oder Rückenschmerzen, Herzbeschwerden), die häufig in Verbindung mit psychischen Belastungen auftreten, werden gebessert.
Ärzte setzen Johanniskrautextrakte zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen ein.
Die Wirkung tritt nicht sofort ein, sondern baut sich langsam auf, so dass der Behandlungserfolg erst nach 4-6 Wochen beurteilt werden kann.
Das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl (Rotöl) besitzt eine andere Zusammensetzung und wird äußerlich zur Behandlung von Schmerzen, Prellungen und Entzündungen verwendet.
 
Worauf ist unbedingt zu achten?
Zubereitungen aus dem Johanniskraut können die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken. Daher sollte je nach Dosierung und individueller Empfindlichkeit Sonneneinstrahlung vermieden werden bzw. auf guten Sonnenschutz geachtet werden.
Johanniskrautpräparate dürfen nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden, da es hierzu nur unzureichend Erfahrung gibt.
Für Johanniskraut sind einige Wechselwirkungen beschrieben und eine gleichzeitige Einnahme mit anderen Medikamenten kann die Wirkungen in erheblichem Maße beeinflussen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie bereits Medikamente einnehmen und eine Behandlung mit Johanniskraut beginnen wollen, bzw. informieren Sie Ihren Arzt über eine Einnahme, wenn Sie Medikamente verordnet bekommen.
Autor: HEXAL AG
Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
© Mit freundlicher Genehmigung von HEXAL AG

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