Zur Familie der Baldriangewächse gehört nicht nur die Arzneipflanze, sondern auch so bekannte Gewächse wie Feldsalat, Spornblume und echter Speick. Arzneilich verwendet wird die Wurzel vom Echten Baldrian (Valeriana officinalis)
Woher kommt der Name?
Der Gattungsname Valeriana leitet sich vermutlich vom lateinischen Wort valere = kräftig, gesund her, oder von der römischen Provinz Valeria (zwischen Donau und Drau). Aus dem botanischen Valeriana wurde "Baldrian".
Wo kann der Baldrian helfen?
Arzneimittel mit Zubereitungen aus Baldrianwurzel werden zur Behandlung von nervös bedingten Unruhezuständen und Schlafstörungen verwendet. Untersuchungen zeigen folgende Effekte:
- Verkürzung der Einschlafdauer
- Verkürzung der nächtlichen Wachliegezeiten
- Verbesserung der Schlafqualität
- keinen unerwünschten Nachwirkungen am darauffolgenden Morgen
Worauf ist unbedingt zu achten?
Baldrianwurzel, ob als Tee, Tinktur oder Fertigpräparat zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Trotzdem sollte während Schwangerschaft, Stillzeit oder vor Anwendung bei Kindern zuvor ein Arzt zu Rate gezogen werden, da zur Unbedenklichkeit bei diesem Personenkreis kaum Daten vorliegen. Zu einer Einschränkung der Reaktionsfähigkeit kann es bis zu 2 Stunden nach der Einnahme kommen, so dass hier besondere Vorsicht, z.B. beim Autofahren, angebracht ist.
Wechselwirkung (verstärkte Wirkung) mit anderen Schlafmitteln oder Narkosemitteln kann nicht ausgeschlossen werden.
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